Dual Inline Package oder auch nur Dual Inline, dafür stehen DIP oder auch DIL, die allerersten RAM-Speicher, die es überhaupt gab. Sie stammen aus den späten 1960er Jahren und Intels Erfolg begann 1970 mit diesen Speichern. Diese Arbeitsspeicher bestanden lediglich aus den Chips selbst, die direkt auf dem Mainboard aufgelötet, später auch gesockelt wurden.

Obwohl diese Arbeitsspeicher – wie auch ZIPs – gar keine eigenen Platinen hatten, werden sie hier aufgeführt, weil es hier um die Kommunikation zwischen Arbeitsspeicher und Mainboard geht. Die seitlich angebrachten Stifte der DIPs dienten als Kontakt zum Mainboard. Um eine logische Einheit für den Prozessor zu erzeugen, mussten immer neun dieser Chips eingebaut werden, acht als Arbeitsspeicher und der letzte als Paritätseinheit. Aus diesem Umstand kann man ableiten, dass das Mainboard als Platine für die Chips dementsprechend vollgepackt war.

Die Zugriffszeiten lagen – je nach Entwicklungsfortschritt – zwischen über 120ns und 70ns. Die Kapazitäten lagen anfangs bei 1 KBit, später bei bis zu 640 KByte. Im Jahr 1983 wurden dann die SIMM-Platinen erfunden, die das Ende der DIPs besiegelten. Zwar wurden die Steine vorerst noch verwendet, zumal die Kosten für neue Arbeitsspeicher auch noch beträchtlich höher waren als heute, aber die Anforderungen an Kapazität und Geschwindigkeit stiegen immer weiter und die DIPs konnten die erforderlichen Leistungen nicht mehr erbringen.